Flügel in St. Felizitas


Nach dem Umbau und der Erweiterung des Pfarrheims St. Felizitas steht jetzt den kirchlichen Chören für die Proben ein neuer (gebrauchter) Flügel der bedeutenden Braunschweiger Pianoforte-Fabrik Grotrian-Steinweg aus dem Jahr 1957 zur Verfügung. Das zuvor wenig gespielte und absolut hochwertige Instrument aus Privatbesitz wurde von der Firma Gottschling fachmännisch aufgearbeitet und mit einem neuen Oberflächenaufbau und neuen Saiten versehen.

Der Flügel (Modell 160) in Nussbaum seidenglänzend hat eine Länge von 160 cm und wiegt ca. 290 kg. Die kunstvolle natürliche Maserung des Holzes in leichtem Cognac-Farbton gibt dem Instrument eine einzigartige Note.

  • Grotrian-Steinweg-Flügel im neuen Pfarrsaal
  • Grotrian-Steinweg-Flügel im neuen Pfarrsaal
  • Grotrian-Steinweg-Flügel im neuen Pfarrsaal
  • Grotrian-Steinweg-Flügel im neuen Pfarrsaal
  • Grotrian-Steinweg-Flügel im neuen Pfarrsaal
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  • Grotrian-Steinweg-Flügel im neuen Pfarrsaal
  • Grotrian-Steinweg-Flügel im neuen Pfarrsaal
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  • Grotrian-Steinweg-Flügel im neuen Pfarrsaal
  • Grotrian-Steinweg-Flügel im neuen Pfarrsaal
  • Grotrian-Steinweg-Flügel im neuen Pfarrsaal

Besonders hochwertig ist die Elfenbein-Klaviatur (mit Solidplatten). Zusätzlich ist das Instrument mit leichtgängigen Konzertflügelrollen ausgerüstet.

Zur weiteren Ausstattung gehören eine Schutzdecke aus braunem Kunstleder mit Vliespolsterung sowie eine mit Lifttechnik höhenverstellbare Klavierbank der Marke Andexinger.


Vorherige Instrumente

Flügel Fa. Knake

Für die Chorproben des Kirchenchores St. Felizitas, die nach dem Krieg im Raesfeldhaus stattfanden, wurde im September 1946 von Chormitgliedern ein gebrauchter Konzertflügel aus dem Privatbesitz von Konzertmeister Josef Winter aus Münster gekauft. Das Instrument wurde um das Jahr 1909 von der renommierten Münsteraner Hof-Pianoforte-Fabrik Knake gebaut.

Den Kaufpreis von 9.000 RM für den Flügel stellte zunächst das Chormitglied Josef Breumann zur Verfügung. Hinzu kamen noch Transport- und Aufarbeitungskosten in Höhe von 1.407 RM, die von dem Chormitglied Bernhard Leidiger übernommen wurden. Die Kirchengemeinde St. Felizitas hat 1947 nach Übergabe des fertigen Instruments die Kaufsumme zuzüglich Zinsen zurückerstattet.

  • Knake-Flügel von 1909
  • Knake-Flügel von 1909
  • Knake-Flügel von 1909
  • Knake-Flügel von 1909
  • Knake-Flügel von 1909
  • Knake-Flügel von 1909

Bereits 1950 mehrten sich Vorfälle, dass das Instrument wiederholt aufgebrochen und unsachgemäß benutzt wurde. Daraufhin wurde der Flügel durch eine besondere Schlossvorrichtung gesichert. In diesem Zusammenhang weist der damalige Vorsitzende Josef Müller-Rensmann auf das Eigentums- und Benutzungsrecht hin: Der Zuschlag von Frau Winter zum Verkauf des Instruments sei trotz besserer Angebote nur unter der Bedingung zustande gekommen, dass der Flügel ausschließlich für die Zwecke des Kirchenchores bestimmt sei.

Ab 1983 stand das Instrument dem Chor dann für die Proben im neuerbauten Pfarrheim St. Felizitas zur Verfügung. Im Laufe der Jahre häuften sich allerdings altersbedingte Reparaturen. Die nachhaltige Stimmung des Knake-Flügels wurde inzwischen unmöglich und eine technische Generalüberholung war finanziell unrentabel.

Das Instrument gilt allerdings als ein wichtiges Zeugnis für den Klavierbau im Münsterland Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Firma Gottschling hat 2017 den Flügel in Zahlung genommen.

Klavier Fa. Steinway & Sons

Aus dem Nachlass des verstorbenen Pfr. Dr. Carl Göllmann wurde 1996 der Kirchengemeinde St. Felizitas ein Klavier der weltbekannten Marke Steinway & Sons vermacht. Das hochwertige Instrument (Modell K-132, Baujahr 1927, schwarz poliert) wurde daraufhin in einem kleineren Raum im Pfarrheim St. Felizitas als Zweitinstrument genutzt.

  • Steinway-Klavier K-132 von 1927
  • Steinway-Klavier K-132 von 1927
  • Steinway-Klavier K-132 von 1927 (Beispiel-Foto)

Bei einer Werkstattüberholung Ende der 1990er Jahre konnten kostenbedingt nur die notwendigsten Arbeiten ausgeführt werden. Trotz mehrerer Haarrisse im Resonanzboden und intensivem Mottenbefall war das Instrument überaus erhaltenswert und wurde 2017 von der Firma Gottschling in Zahlung genommen.

Anschließend wurde das Klavier in der Werkstatt in Hiddingsel in einer mehrere Monate andauernden aufwändigen Restaurierung fachgerecht aufgearbeitet (u.a. neue Saiten und Stimmwirbel sowie neuer Oberflächenaufbau in handpoliertem Schellack). Es befindet sich heute in Privatbesitz.


Siehe auch:

Haus der Klaviere – Gottschling GmbH, Dülmen-Hiddingsel

 

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