Dur & Moll


Kirchenorgeln in Lüdinghausen

Das erste orgelartige Instrument wurde bereits um 246 v. Chr. von Ktesibios, einem Ingenieur in Alexandrien, konstruiert. Es dauert aber noch viele Jahrhunderte, bis die Orgel über Byzanz in das Frankenreich (ca. 8. Jh.) gelangt. Ab dem 9. bzw. 11./12. Jahrhundert entwickelt sich die Orgel allmählich zum Hauptinstrument für die christliche Liturgie.

Die früheste Erwähnung einer vorhandenen Orgel in Lüdinghausen findet sich bei einer Memorienstiftung aus dem Jahr 1488 (noch aus der Vorgängerkirche, die bis vor 1507 stand). Weitere Erwähnungen von Pfeifenorgeln, darunter auch aus der Vorgängerkirche in Seppenrade, sind aus dem 17. und 19. Jahrhundert überliefert.


Lüdinghauser Weihnachtslied

In Lüdinghausen ist es seit vielen Jahrzehnten Tradition, dass das sogenannte „Lüdinghauser Weihnachtlied“ zur Weihnachtszeit in den Gottesdiensten und weihnachtlichen Feiern erklingt. Viele Lüdinghauser sind sogar stolz auf ihr „eigenes“ Weihnachtslied.

Allerdings ist inzwischen erforscht, dass Text und Melodie nicht aus Lüdinghausen stammt. Der Jesuitenpater Michael Denis veröffentlichte den Text bereits 1774 in Wien. Wenige Jahre später ist der Text des Weihnachtsliedes schon in mehreren kirchlichen Gebetsbüchern zu finden.

Die in Lüdinghausen gesungene Melodie stammt von dem Bonner Komponisten Wilhelm Neuland und wurde erstmals 1852 veröffentlicht.


Patronin der Kirchenmusik

Der 22. November ist der Gedenktag der Hl. Cäcilia von Rom (* um 200, † um 230). Sie ist die Patronin der Kirchenmusik.

Schon seit dem Spätmittelalter begehen an dem Tag alle kirchlichen Chöre traditionell ihr „Cäcilienfest“. Allerdings geht die Verbindung der hl. Cäcilia zur Kirchenmusik vermutlich auf einen Übersetzungsfehler zurück.


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