Orgel: Instrument des Jahres 2021


Orgel Felizitas 1200x200
orgel 2021

Die Kirchenorgel ist das größte Musikinstrument der Welt und gilt als die „Königin der Instrumente“. Seit 2017 sind Orgelmusik und Orgelbau durch die UNESCO als Immaterielles Kulturerbe anerkannt.

Für das Jahr 2021 ist die Orgel jetzt von den Landesmusikräten zum „Instrument des Jahres“ gekürt worden. Damit ist sie das erste Tasteninstrument, das seit der Einführung des Projektes 2008 diesen Platz einnimmt. Ziel ist es, Neugier und Aufmerksamkeit auf die vielen Facetten der Orgel zu lenken.

Weitere Informationen:
www.instrument-des-jahres.de


Das erste orgelartige Instrument wurde bereits um 246 v. Chr. von Ktesibios, einem Ingenieur in Alexandrien, konstruiert. Es dauert aber noch viele Jahrhunderte, bis die Orgel über Byzanz in das Frankenreich (ca. 8. Jh.) gelangt. Ab dem 9. bzw. 11./12. Jahrhundert sind Orgeln in Bischofskirchen und Klöstern belegt. Erst danach entwickelt sich die Orgel allmählich zum Hauptinstrument für die christliche Liturgie.

Kirchenorgeln in Lüdinghausen


Die früheste Erwähnung einer vorhandenen Orgel in Lüdinghausen findet sich bei einer Memorienstiftung aus dem Jahr 1488 (noch aus der Vorgängerkirche, die bis vor 1507 stand). Weitere Erwähnungen von Pfeifenorgeln, darunter auch aus der Vorgängerkirche in Seppenrade, sind aus dem 17. und 19. Jahrhundert überliefert.

Heute finden sich in Lüdinghausen folgende Pfeifenorgeln:

Prof. Dr. Christoph Wulf, Deutsche UNESCO-Kommission:
„Jede Orgel ist ein Unikat, weil sie einzig für den architektonischen Raum erbaut wird, in dem sie erklingen soll. Das für den Orgelbau und die Orgelmusik notwendige hochspezialisierte Wissen und die besonderen Fertigkeiten wurden von Handwerkern, Komponisten und Musikern über Jahrhunderte entwickelt.“


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