Beethoven: Lüdinghauser Osterlied


APRIL, APRIL:
Beethoven war ein bedeutender Musiker, aber ein „Lüdinghauser Osterlied“ hat er leider nicht geschrieben. – Es handelte sich um einen APRILSCHERZ 2020.


Handschriftliches Autograph entdeckt

Die Sensation ist perfekt: Nicht nur, dass Lüdinghausen seit mehreren Generationen sein eigenes Weihnachtslied hat. Im Zuge der Recherchen zu dem Lied hat Thomas Kleinhenz, Kantor an St. Felizitas, jetzt auch noch ein „Lüdinghauser Osterlied“ gefunden. Der Komponist ist kein geringerer als Ludwig van Beethoven, dessen Geburtsjahr sich in diesem Jahr zum 250. Mal jährt.

Durch seine Forschungen zum Lüdinghauser Weihnachtslied stieß Kleinhenz auf ein handschriftliches Autograph mit dem Titel „Lüdinghauser Osterlied“ (s.o.). Darauf ist als Komponist Ludwig van Beethoven (1770–1827) vermerkt, der als einer der berühmtesten und einflussreichsten Komponisten weltweit gilt.

Eine zugehörige, nicht datierte Bildaufnahme (s.u.) zeigt Beethoven bei der Arbeit an dem Lüdinghauser Osterlied:

Das originale Autograph des Liedes (WoO 206) befindet sich heute im Bonner Beethoven-Haus, dem Geburtshaus von Ludwig van Beethoven. Der Text des Osterliedes beginnt mit „Christ lag in Todesbanden“ und geht im Wesentlichen auf Martin Luther zurück.

Brief an Johann Wolfgang von Goethe

In einem Brief Beethovens an den befreundeten Dichter Johann Wolfgang von Goethe aus dem Jahr 1825 erwähnt der Komponist sein Vorhaben: „Der Gedanke an ein Lied, das einzig allein nur in einer Stadt bekannt ist und auch nur dort gesungen wird, beflügelt mich zu dieser außergewöhnlichen Komposition.“

Dass mit diesem Werk das „Lüdinghauser Osterlied“ gemeint ist, konnte allerdings erst jetzt eindeutig belegt werden.

Beethoven und Wilhelm Neuland

Das neu entdeckte Osterlied steht vermutlich in direktem Zusammenhang zum „Lüdinghauser Weihnachtslied“, welches seit Jahrzehnten in der Steverstadt gesungen wird und dessen Melodie – wie Thomas Kleinhenz kürzlich belegen konnte – von Beethovens „Berufskollegen“ Wilhelm Neuland stammt.

Beide Komponisten wurden in Bonn geboren und wohnten viele Jahre lang in unmittelbarer Nachbarschaft. Von Beginn an inspirierten sie sich gegenseitig in ihrer musikalischen Arbeit.

Möglicherweise eiferten beide Komponisten um den Vorrang bei der Schaffung eines eigenen Liedes für die Steverstadt.

Eine Mitgliedertafel des Bonner Herren-Kegelvereins (heute: Bowlingfreunde Bonn e.V.) zeigt Beethoven (Bild Mitte), umgeben von Wilhelm Neuland (Bild links unten) und weiteren Bonner Persönlichkeiten.

Feierlichkeiten im Beethoven-Jahr

Der Kulturtourismus-Verband der Stadt Bonn hat inzwischen großes Interesse gezeigt, das neu entdeckte Lied im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr 2020 zu präsentieren.

Neben den kirchlichen Chören der Pfarrei St. Felizitas sind auch weitere interessierte Personen herzlich eingeladen, bei der Uraufführung mitzuwirken. Begleitet werden die Sängerinnen und Sänger dann von Mitgliedern der Bonner Symphoniker.

Die Erstaufführung des Liedes soll demnach im Gottesdienst am Ostersonntag in der Lüdinghauser Pfarrkirche St. Felizitas erfolgen. Weil aufgrund der aktuellen Einschränkungen durch das Corona-Virus kein öffentlicher Gottesdienst möglich ist, wird hierfür eine Online-Konferenzschaltung aller Musiker und Sänger eingerichtet.

Wegen Corona: Online-Chorprobe

Da die Zeit bis zum bevorstehenden Osterfest drängt, bittet Kantor Thomas Kleinhenz bereits heute zu einer ersten Probe.

Wichtig: Zur Vermeidung von Ansteckungen mit dem Coronavirus sind zur Zeit auch keine gemeinsamen Chorproben im Pfarrheim möglich. Daher lädt Kantor Thomas Kleinhenz alle Sängerinnen und Sänger jetzt zu einer ersten Online-Probe am heutigen Mittwoch ein. Bitte dazu das nachfolgende Video starten:

APRIL, APRIL:
Beethoven war ein bedeutender Musiker, aber ein „Lüdinghauser Osterlied“ hat er leider nicht geschrieben. – Es handelte sich um einen APRILSCHERZ 2020.


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